KRYVOLAP \ ZENIUK

KÜNSTLERGESPRÄCH

Dienstag, 10. Oktober, 18.00 Uhr
Art Ukraine Gallery
wul. Hrushewskoho 9a, 01021 Kiew, Ukraine.
Moderation: Alisa Loshkina (angefragt)

 

Die Maler Jerry Zeniuk (München/New York) und Anatoliy Kryvolap (Kiew/Ukraine) werden sich zum öffentlichen Künstlergespräch treffen mit dem Ziel einer dialogischen Ausstellung in der Ukraine und in Deutschland.

Beide Maler gehören derselben Generation an und für beide ist die Farbe der Schlüssel zu ihrer Arbeit: Farbe, Licht, Formgebung für Farbe und Anziehung der Farben untereinander. Der Weg zur Malerei der beiden Künstler könnte jedoch unterschiedlicher kaum sein.

Wie zwei Maler, die aus so unterschiedlichen Kunstschulen hervorgingen, zu einem so ähnlichen Verständnis von Farbe gelangen konnten, was sich machtvoll in ihren Bildern zeigt, wird ein Thema des Gesprächs zwischen beiden sein.

 

Zum Künstlergespräch erscheint ein dreisprachiges Booklet.

Projektpartner: Art Ukraine Gallery und Art Ukraine Foundation, Kiew. Direktorin: Nataliia Zabolotna; Goethe-Institut Ukraine, Kiew.

JERRY ZENIUK
wurde 1945 in Deutschland nach dem Krieg von ukrainischen Eltern in einem Flüchtlingslager geboren. Die Familie wanderte 1950 in die USA aus. Seine künstlerische Ausbildung erhielt Zeniuk an der Universität von Colorado, also in amerikanischer Kunstschule. Er lebte zunächst in New York, kehrte aber als amerikanischer Künstler in sein Geburtsland zurück, als er 1992 als Professor an die Bayerische Akademie der bildenden Künste in München berufen wurde. Auch heute, nach seiner Emeritierung, ist München sein Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. Zeniuks Arbeiten sind in namhaften Sammlungen vertreten: Louisiana Museum, Hamburger Kunsthalle, Bayerische Staatsgemäldesammlungen München u. v. m. 2017 erschien sein Essay „How to Paint“ im Sieveking Verlag München.

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ANATOLY KRYVOLAP
1946 in Yahotyn, unweit von Kiew, geboren, wo er aufwuchs. Den Großteil seines Lebens verbrachte er in Kiew, wo er am Staatlichen Kunstinstitut studierte. Er lehnte jedoch schon früh die dort gelehrte Schule des Realismus ab, zog sich 15 Jahre aus der Öffentlichkeit zurück, um seinen eigenen Weg zur Kunst zu finden. Unterstützt wurde er auf diesem Weg von einem Freund und Sammler. Erst 1990, als sich die Wende abzeichnete und die Staatsgründung der freien Ukraine bevorstand, kehrte Kryvolap in die Kunstöffentlichkeit zurück und fand sofort große Beachtung. Heute gehört er zu den bedeutendsten Künstlern der Ukraine.

Anatoliy Kryvolap

Anatoliy Kryvolap

ALEXANDER MILSTEIN – FENSTER NACH PJATIPOL

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Donnerstag, 12. Oktober, 19.00 Uhr

32 Vozdvizhenka Arts House
Wul. Vozdvyzhenskaya, 32, 04071 Kiew
Tel. +380 (66) 546 18 07

ALEXANDER MILSTEIN
*1963 in Charkiw, russischsprachiger Schriftsteller, seit 1995 in München lebend, wandte sich seit 2013 auch der visuellen Kunst zu. Mit Computergraphiken und Handzeichnungen begann er seine literarischen Arbeiten zu kommentieren, zu projizieren. Seither ist ein eigenständiges Werk entstanden. In der Ausstellung art WORK mit ukrainischen und polnischen Künstlern, die 2017, kuratiert von Alisa Loshkina, im Kunst-Arsenal Kiew gezeigt wurde und im Frühherbst in Wroclaw/Breslau eröffnet wird, ist eine Wand mit seinen Arbeiten zu sehen. Seine Einzelausstellung „Fenster nach Pjatipol“ wurde im August 2017 in der Dzyga Galerie Lwiw/Lemberg gezeigt und wird im Oktober 2017 in der Galerie des 32 Vozdvizhenka Arts House Kiew eröffnet. Eine Brücke aus Papier wählte für das Programmheft 2017 eine seiner Charkiw-Zeichnungen als Titel.

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KÜNSTLERBEGEGNUNGEN IN CHARKIW UND KIEW

In Charkiw und Kiew werden die Münchner Künstler Ingrid Floss, Jerry Zeniuk und Alexander Milstein, Kontakte zu ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern herstellen, vielmehr wo sie schon bestehen, intensivieren, um einen Austausch zu beginnen, der zu Aktionen und Ausstellungen in beiden Ländern führen soll.

INGRID FLOSS

*1970 in Köln, lebt und arbeitet in München. 1997-2003 Akademie der Bildenden Künste, München, Meisterschülerin; 2005 USA-Stipendium in New York des Bayerischen Staatsministeriums, 2006 Bayerischer Kunstförderpreis, 2011 Residency am Virginia Center for the Creative Arts, USA. Seit 2011 ist sie Dozentin an den Kunstakademien Bad Reichenhall und Kolbermoor. 2012 Lehrtätigkeit am Hubei Institute of Fine Arts, Wuhan, China.
Einzelausstellungen (Auswahl): 2016 Braun-Falco Galerie, München und Smudajeschek Galerie, Ulm, 2014 Kunstverein Reutlingen, 2012 Kunstverein Bamberg, 2010 „Dialogue in Colour“, Koreanisches Kulturzentrum Berlin, mit der koreanischen Künstlerin Jinyoung Lee, 2007 Delta, Galerie und Kunstraum, Basel, 2007 „aufleuchtendes Grün“, Neue Galerie Dachau. Gruppenausstellungen (Auswahl): 2017„Das Geheimnis der Bäume“, eine Kooperation zwischen Kunstakademie und Philharmonie Bad Reichenhall, 2016 Dachauer Galerien und Museen; 2010 Kunsthaus Hamburg, 2005 Museum Katharinenhof, Kranenburg und Neuer Kunstverein Aschaffenburg; Kunstmuseum Guang Dong und Doulun Museum, Shanghai, China.

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