Natascha Wodin

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Die 1945 im bayerischen Fürth geborene Schriftstellerin lebt heute in Berlin und Mecklenburg. Als Tochter ukrainischer, zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportierter Eltern, lebte sie als Kind in Lagern für „displaced persons“. Nach dem Suizid ihrer Mutter wurde sie in einem katholischen Kinderheim untergebracht. Sie arbeitete als Dolmetscherin und als Übersetzerin russischer Literatur. Seit den 1980er Jahren publiziert sie Erzählungen und Romane, die auf autobiografischen Erlebnissen basieren und die Erfahrung von Entwurzelung und existenzieller Fremdheit spiegeln. Wodins Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Der 2017 veröffentlichte Roman Sie kam aus Mariupol folgt den Spuren der früh verlorenen Mutter und ihrer unbekannten Herkunftsfamilie in Mariupol. Das Werk erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse 2017. Es erscheint im Herbst 2018 in der ukrainischen Übersetzung von Chrystyna Nazarkewytsch im Verlag Books XXI, Czernowitz. Ende August 2018 kommt Natascha Wodins neuer Roman Irgendwo in diesem Dunkel im Rowohlt Verlag heraus. Darin denkt sie sich in das Leben ihres ihr immer fremd gebliebenen Vaters zurück.

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Und das Meer, das Asowsche Meer, das flachste Meer der Welt, das für meine Mutter, die Nichtschwimmerin, wie geschaffen war …

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Sie kam aus Mariupol, 2017