Ulrike Almut Sandig

LYRIK, PROSA

Ulrike Almut Sandig

Geboren 1979 im sächsischen Großenhain. Die Lyrikerin, Prosa­schriftstellerin und Hörspielautorin wuchs in dieser ländlichen Region auf, studierte zunächst Religionswissenschaft und Indologie und danach am Deutschen Literatur­institut Leipzig. Heute lebt sie in Berlin. Ihre ersten literarischen Texte waren Anfang der 2000er-Jahre als augenpost im öffentlichen Raum zu entdecken – auf Plakaten, Flyern und Postkarten. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Gedicht- und ­Erzählbände und erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt den ­Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (2017) und den Wilhelm-Lehmann-Preis (2018). Um ihre Gedichte auf besondere Weise hörbar zu machen, hat Ulrike Almut Sandig schon mit Musikerinnen wie Marlen Pelny oder der Singer-­Songwriterin Hinemoana Baker zusammengearbeitet. Zu ihrem 2016 im Schöffling Verlag herausgebrachten ­Gedichtband ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt erschien ein Minialbum vertonter Gedichte – eine Zusammenarbeit mit dem Klangkosmonauten Sebastian Reuter. Gemeinsam mit dem ukrainischen Dichter und Musiker Grigory Sementschuk betreibt sie das Bandprojekt »Landschaft« – bei jedem Auftritt grundieren Elektrobeats die deutschen und ukrainischen Texte beider Künstler.

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Geräusche in einem dunklen Gebäude
wie jene im Magen eines, o,
großen Fisches aus leuchtenden Dioden.
Sie sehen gar nichts?

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ich bin ein Feld voller Raps …, 2016