Tom Schulz

BERLIN

*1970 in Großröhrsdorf/Oberlausitz, aufgewachsen in Ostberlin. Dort lebt der Lyriker, Prosaschriftsteller, Essayist und Übersetzer auch heute. Nach einem Berufsstart in der Baubranche veröffentlichte Tom Schulz 1997 seinen ersten Gedichtband Städte, geräumt, dem zahlreiche lyrische Werke folgten. Seit 2002 ist er freier Schriftsteller, seit 2008 außerdem Dozent für Kreatives Schreiben. Für seine Lyrik-Werkstätten begibt sich Tom Schulz auf manche Reise, er hat sie schon in Köln und Kassel, in Czernowitz und Tiflis, in Rendsburg, Ranis und an vielen weiteren Orten angeboten. Sein 2017 erschienener Gedichtband Die Verlegung der Stolpersteine verweist auf die von Tom Schulz betriebene poetische Gedächtnisbildung. Auf der Straße nach Iwano-Frankiwsk heißt ein Gedicht dieses Buches, das die Erde, die Gegenwart und die Vergangenheit kartographiert. Der Titel seiner neuesten lyrischen Publikation Reisewarnung für Länder Meere Eisberge (2019) könnte kaum prophetischer klingen. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit übersetzt Tom Schulz aus dem Spanischen, dem Niederländischen und dem amerikanischen Englisch. Zudem ist er als Herausgeber aktiv und schreibt Kritiken und literarische Reportagen für verschiedene Medien. Für sein schöpferisches Werk erhielt Tom Schulz zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt etwa den Liechtenstein-Preis für Lyrik 2016, das Arbeitsstipendium der Stiftung preußische Seehandlung 2019 und das Arp-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Rolandseck 2020.