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Autor:innen der Initiative
Stories of Warriors
Teilnehmer:innen aus dem Kreis junger Veteran:innen und Freiwilliger mit Erzähltexten in den Bänden: Stories of Warriors. Novellen ukrainischer Vaterlandsverteidiger. Digitalpublikation Lviv 2025: www.stories-of-warriors.com, Hrsg. Hryhorij Semenchuk und Voices of Defenders. Vol. 1. Novellen von Veteranen. Hrsg. Hryhorij Sementschuk, Verlag 333, Kyjiw 2025.
Andrij Bodnar (Viter) / Lviv, 35 Jahre, Kapitän (Hauptmann), seit 2022 in der Armee. Der Ich-Erzähler seines Prosatextes „Letzter Ausweg“ (Krajnij vychid) ist Kommandant einer Kompanie an der Front bei Swatowe–Kupjansk. Der Text schildert zwei aufeinanderfolgende Tage – den 4. und 5. April 2024 – eines hochgefährlichen Kampfeinsatzes, den Versuch, einen gefallenen Kameraden zu bergen, und die dabei zugezogenen eigenen schweren Verwundungen.
Oleksandr Bulich (Sascha Bul, Bandscho) / Lwiw, 36 Jahre, Infanterie-Major, seit März 2022 in der Armee. Seine Erzählung „Hunde des Kriegs, oder wie Speedy Gonzales traf“ reflektiert die Fähigkeit, Empathie, Freundschaft und Loyalität auch unter den unmenschlichen Bedingungen des Krieges gegenüber anderen Lebewesen zu bewahren. Dabei sind die in der Erzählung vorkommenden vielen Hunde und Katzen und ihre Schicksale metaphorisch zu interpretieren.
Anastasija Chlibnyk (Mama)/ Lviv, 35 Jahre, Sanitäterin/ Kampf-Medizin, Freiwilliges San-Bataillon seit 2023. Die drei kurzen Prosatexte („Stabilisierungspunkt“, „Kein Waffenbruder, sondern ein Freund von der Front“, „Gründe“) zeigen den Kriegsalltag aus der Perspektive einer freiwilligen Sanitäterin. Die Ich-Erzählerin bezieht dabei ihre Leser:innen in den Text mit ein. Trotz aller beschriebenen Hilflosigkeit bietet der Text auch Humor und kleine Momente (Freundschaft, ein Lächeln, eine Umarmung), die das Menschsein bewahren.
Zorjana Hrebenjukova-Kobenko (Zoza) / Lviv, 38 Jahre, Oberleutnant /Sanitäterin, seit September 2022 in der Armee. Ihre Texte sind kurze Beobachtungen eines Ich-Erzählers oder einer Ich-Erzählerin, die im mithilfe des inneren Monologs versucht, die Realitätssplitter um sich herum zusammenzusetzen und sich auf diesem Wege ihres Seins und ihre Identität zu versichern.
Jevhen Ravskyj (Chudoschnyk)/ Lviv, 59 Jahre, Hauptgefreiter, seit Februar 2022 in der Armee. Die Kriegsnotizen des Autors verweben drastische Kriegserfahrungen mit lyrischen Naturbeobachtungen und leisem Humor. Dabei wird der Versuch sichtbar, das Unfassbare des Krieges durch das Schreiben zu verarbeiten und dabei sowohl den Schrecken als auch Momente überraschender Schönheit und Menschlichkeit festzuhalten.
Volodymyr Saveljev (Monhol)/ Lviv, 30 Jahre, Unterleutnant, seit 25.07.2023 in der Armee. Verletzung: Traumatische Amputation von 2/3 des rechten Unterschenkels, traumatische Amputation von 1/3 des linken Oberschenkels. Saveljevs Texte „Salat“ und „Die Armee als Kurzgeschichtensammlung“ verbinden das brutale und stellenweise chaotische Kriegserleben mit einer poetisch-reflektierten Verarbeitung der Grausamkeiten. Einen Halt und seine Identität findet der Erzähler sowohl im spontanen, kleinen Akt der Fürsorge für einen Welpen, aber auch in der literarischen Reflexion über das Erzählen.
Stand: 2026