Eine Brücke aus Papier 2026

UKRAINISCH-DEUTSCHES SCHRIFTSTELLER:INNENTREFFEN IN Lwiw
21.–25.08.2026

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Seit 2015 kommt „Eine Brücke aus Papier“ zusammen – mit dem Ziel, deutsche und ukrainische Autor:innen, Publizist:innen, Geisteswissenschaftler:innen und zivilgesellschaftliche Einrichtungen in unseren Ländern durch Literatur- und Kultur­austausch nachhaltig zu vernetzen. Die mehrtägigen öffentlichen Treffen fanden in diversen ukrainischen Städten statt: Lwiw, Dnipro, Charkiw, Kyjiw, Mariupol, Iwano-Frankiwsk, ­Uschhorod, außerdem in den deutschen Städten München, Berlin und Weimar. Zu dem vielfältigen Programm gehörten immer Lesungen, Vorträge, Debatten, Exkursionen, manchmal auch Konzerte und Kunstaktionen.

Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die ­Ukraine im Februar 2022 bewährte sich unser Netzwerk in kleineren internationalen Veranstaltungen. Auch wenn es sich zunehmend schwieriger gestaltete, konnten wir außerdem zwei große ­Treffen organisieren, eines 2022 in Weimar und ein weiteres 2023 im ukrainischen Uschhorod.

Das Trauma der Kriegserfahrung durch Schreiben überwinden

Nun sind es schon unvorstellbare fünf Jahre, während denen die Ukraine ihr Land, ihre Bevölkerung, ihre Demokratie, ihre Kultur und Unabhängigkeit gegen die russischen Aggressoren verteidigen muss. Mit seinem ukrainisch-deutschen Schriftsteller:innentreffen vom 21.– 25. August 2026 im westukrainischen Lwiw, will „Eine Brücke aus Papier“ Ukrainerinnen und Ukrainer unterstützen. Zum ersten Mal rücken wir schreibende Verteidiger:innen, Veteran:innen und Kriegsinvalid:innen in den Mittelpunkt unserer Zusammenkunft.

Lwiw eignet sich als Austragungsort dafür schon deshalb in besonderer Weise, weil es dort seit 2023 zwei große Rehabilitationszentren für Kriegsversehrte gibt, das Superhumans und das Unbroken. Beide Einrichtungen werden wir aufsuchen.

Die deutschen Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden in Lwiw mit neuen Texten vertreten sein, in denen sie versuchen, das Thema Krieg zu bewältigen. Auch die wissenschaftlichen Vorträge werden sich auf die Traumatisierung durch den Krieg beziehen, auf die Spuren, die die Traumata in der internationalen Literatur und bei den betroffenen Ukrainerinnen und Ukrainern hinterlassen.

Wie immer wird das Treffen öffentlich und simultan gedolmetscht. Als Abschluss der Langen Lesenacht planen wir ein Konzert.

Teilnehmende

Autorinnen / Autoren

Deutschland
Marcel Beyer aus Dresden
Yuriy Gurzhy aus Berlin
Hinrich von Haaren aus London

Thomas Lang aus München
Dagmar Leupold aus München
Kerstin Preiwuß aus Leipzig

Ukraine
Sofia Andruchowytsch aus Kyjiw
Artur Dron aus Lwiw
Juri Durkot
aus Lwiw
Oksana Sabuschko aus Kyjiw
Grigory Sementschuk aus Lwiw
Ostap Slyvynsky aus Lwiw
Oksana ­Stomina aus Mariupol, zurzeit Kyjiw
Artem Tschech aus Kyjiw
Jaryna Tschornohus aus Kyjiw

Autor:innen der Initiative Stories of Warriors
Novellen ukrainischer Vaterlandsverteidiger:innen.
Digitalpublikation Lviv 2025: www.stories-of-warriors.com

Geisteswissenschaftler:innen
Andrea Beer aus Stuttgart
Alexander Kratochvil aus München/Berlin
Jurko Prochasko aus Lwiw

Mitwirkende

Künstlerische Leitung
Verena Nolte, München

BERATUNG IN DER UKRAINE
Coming Soon …

Organisation und Finanzen
Anita und Anton Fellner, München

Projektbetreuung
Coming Soon …

und weitere

Programm

Veranstaltungsorte

Bildungszentrum im Freilichtmuseum Schewtschenko Hain
Chernecha Hora St, 1, Lwiw

Lesija Ukrainka Theater
Horodotska St, 36, Lwiw

Partner:innen

Förderung
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Kooperation
Cultural Business Education Hub, Kyjiw
Cultural Office of the City of Lwiw
UNESCO Office Lviv-City of Literature
Artistic Council Dialogue, Lwiw