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Foto: © Mila Pavan

Dresden

Marcel Beyer

*1965 in Tailfingen, lebt als Schriftsteller und Lyriker in Dresden. Nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft veröffentlichte Marcel Beyer Gedichte sowie 1991 sein Romandebüt „Das Menschenfleisch“. Beyers Texte befassen sich häufig mit der deutschen Geschichte, vor allem mit dem Nationalsozialismus, so etwa die Romane „Flughunde“ (1995) und „Kaltenburg“ (2008). 2016 wurde Marcel Beyer mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt er viele weitere Ehrungen. Seinem Gedichtband „Dämonenräumdienst“ (2021) wurde der Peter-Huchel-Preis zuerkannt. Ebenfalls 2021 ehrte ihn die Stadt Bad Homburg mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis für sein Gesamtwerk. 2022 hatte Marcel Beyer die Wuppertaler Poetikdozentur für faktuales Erzählen inne. Daraus entstand der Band „Die tonlosen Stimmen beim Anblick der Toten auf den Straßen von Butscha“ (2023). 2026 wurde er mit seiner Erzählung „Augenlicht“ für die Shortlist des Wortmeldungen-Literaturpreises der Crespo Foundation nominiert. Die Erzählung kreist um den Verlust der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung, auch durch Krieg.

Stand: 2026