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Fünftes deutsch-ukrainisches Schriftstellertreffen

Nach vier Begegnungen in ukrainischen Städten ist das deutsch-ukrainische Schriftstellertreffen »Eine Brücke aus Papier« vom 21. bis 29. Oktober 2019 in München und Berlin aufgetreten. Schriftsteller*innen, Künstler*innen und Projektpartner trafen auf ein begeistertes Publikum. Das Zusammenspiel der ukrainischen mit der deutschsprachigen Literatur war unvergesslich – und ein Beweis dafür, dass der intensive künstlerische Austausch über Sprach- und Wahrnehmungsgrenzen hinweg zu großer Gemeinsamkeit führen kann.

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Plötzlich werde es eine
zweite Brücke geben,
nicht aus Eisen, nicht aus Stein,
nicht einmal aus Holz.
Nein aus Papier, jawohl:
aus Zigarettenpapier.

 

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MANÈS SPERBER

EINE BRÜCKE AUS PAPIER steht für den Austausch mit Schriftsteller*innen und Künstler*innen in einem Land, von dem wir zu wenig wissen, das uns aber schnell vertraut werden kann. Das Projekt entstand, als die Ukraine 2013/14 den Euromaidan, ein kämpferisches Bekenntnis zu Europa und zur Unabhängigkeit durchlebte, dann 2014 in einen bis heute andauernden Krieg gezwungen wurde, von dem man hierzulande nur wenig spricht. Dank der Beziehungen zu ukrainischen Schriftsteller*innen und Übersetzer*innen entwickelte sich ein intensiver Literaturaustausch über Sprachgrenzen hinweg. In jährlichen Treffen erfand sich die „Brücke aus Papier“ immer wieder neu. Mehrheitlich suchte sie ostukrainische Städte auf –  eine von den Teilnehmenden selbst getroffene Wahl. Sie wünschten sich, mit Kultur den Alltag der Menschen, die in der Nähe des Krieges leben, zu durchbrechen und wollten erfahren, was sie bewegt.


Die diesjährige »Brücke aus Papier«, die sich mit Lesungen, Lyrik-Konzerten, Gesprächen, Vorträgen und einer Szenischen Lesung erstmals in Deutschland vorstellt, ist aus dieser Annäherung hervorgegangen. Zwar herrscht der Krieg als Thema vor, doch die junge ukrainische Literatur hat eine Sprache für das Unsagbare gefunden hat, eine Sprache, in der sie leuchtet und Mut macht. Die deutschsprachigen Schriftsteller*innen antworten im literarischen Zusammenschluss. Literaturübersetzer*innen gehören diesem Bündnis ebenso an wie ein Kunstprojekt von Lesja Zajac in München, die Kunstaktion »Single Star« von Christian Schnurer in Mariupol, München und Berlin, und die Ausstellung einzigartiger Papierarbeiten von Olena Turyanska aus Lwiw im Literaturhaus Berlin.

 

2015 LWIW2016 DNIPRO \  2017 CHARKIW2018 MARIUPOL \
2019 MÜNCHEN +BERLIN

FILM »Nachtzug nach Mariupol«
– DAS TREFFEN VON MARIUPOL 2018

FÖRDERER

auswaertigesamt

KOOPERATIONSPARTNER

generalkonsulat

goetheinstitut