Stoerer-2019-D

EINE BRÜCKE AUS PAPIER

Nach vier deutsch-ukrainischen Schriftstellertreffen in der Ukraine – 2015 in Lwiw, 2016 in Dnipro, 2017 in Charkiw und 2018 in Mariupol am Asowschen Meer – stellt sich »Eine Brücke aus Papier« 2019 mit ukrainischen und deut­schen SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und Projektpartnern in München und Berlin vor.

 

MARIUPOL AM ASOWSCHEN MEER
Samstag, 28. September 2019
Stadtfest Mariupol
Christian Schnurer »Single Star«
14 Uhr, am Pier Asowstal
s. Kunst

 

MÜNCHEN
21.–25. Oktober 2019

Veranstaltungsorte: HALLE6, Muffatwerk, Stiftung Lyrik Kabinett, Buchhandlung Lehmkuhl, Import Export, Münchner Volkshochschule

 

BERLIN
28.–29. Oktober 2019

Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin

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Plötzlich werde es eine
zweite Brücke geben,
nicht aus Eisen, nicht aus Stein,
nicht einmal aus Holz.
Nein aus Papier, jawohl:
aus Zigarettenpapier.

 

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MANÈS SPERBER

EINE BRÜCKE AUS PAPIER steht für den Austausch mit Schriftsteller*innen und Künstler*innen in einem Land, von dem wir zu wenig wissen, das uns aber schnell vertraut werden kann. Das Projekt entstand, als die Ukraine 2013/14 den Euromaidan, ein kämpferisches Bekenntnis zu Europa und zur Unabhängigkeit durchlebte, dann 2014 in einen bis heute andauernden Krieg gezwungen wurde, von dem man hierzulande nur wenig spricht. Dank der Beziehungen zu ukrainischen Schriftsteller*innen und Übersetzer*innen entwickelte sich ein intensiver Literaturaustausch über Sprachgrenzen hinweg. In jährlichen Treffen erfand sich die „Brücke aus Papier“ immer wieder neu. Mehrheitlich suchte sie ostukrainische Städte auf –  eine von den Teilnehmenden selbst getroffene Wahl. Sie wünschten sich, mit Kultur den Alltag der Menschen, die in der Nähe des Krieges leben, zu durchbrechen und wollten erfahren, was sie bewegt.


Die diesjährige »Brücke aus Papier«, die sich mit Lesungen, Lyrik-Konzerten, Gesprächen, Vorträgen und einer Szenischen Lesung erstmals in Deutschland vorstellt, ist aus dieser Annäherung hervorgegangen. Zwar herrscht der Krieg als Thema vor, doch die junge ukrainische Literatur hat eine Sprache für das Unsagbare gefunden hat, eine Sprache, in der sie leuchtet und Mut macht. Die deutschsprachigen Schriftsteller*innen antworten im literarischen Zusammenschluss. Literaturübersetzer*innen gehören diesem Bündnis ebenso an wie ein Kunstprojekt von Lesja Zajac in München, die Kunstaktion »Single Star« von Christian Schnurer in Mariupol, München und Berlin, und die Ausstellung einzigartiger Papierarbeiten von Olena Turyanska aus Lwiw im Literaturhaus Berlin.

 

2015 LWIW2016 DNIPRO \  2017 CHARKIW2018 MARIUPOL \
2019 MÜNCHEN +BERLIN

FILM »Nachtzug nach Mariupol«
– DAS TREFFEN VON MARIUPOL 2018

FÖRDERER

auswaertigesamt

KOOPERATIONSPARTNER

generalkonsulat

goetheinstitut