„Eine Brücke aus Papier“ – Deutsch-Ukrainische Schriftstellertreffen
auf dem 10. Internationalen Book Arsenal Festival 2021 in Kyjiw

LESUNG UND GESPRÄCH mit dem ukrainischen Schriftsteller Juri Andruchowytsch, Verena Nolte, der Initiatorin des Projekts, und der deutschen Schriftstellerin Daniela Danz (sie wird online zugeschaltet).

FILMVORFÜHRUNG “Nachtzug nach Mariupol“ 2018, Dokumentarfilm von Wanja Nolte

MODERATION Julia Owtscharenko
Konsekutiv gedolmetscht

Das Internationale Buch Arsenal Festival, das in diesem Jahr zum 10. Mal in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw, 2021 in hybridem Format, stattfindet, hat das Literatur- und Kunstprojekt „Eine Brücke aus Papier“ eingeladen, sich mit seinen inzwischen sechs deutsch-ukrainischen Schriftstellertreffen in einer Veranstaltung vorzustellen.

Am Anfang des Projekts stand der Impuls, der ukrainischen Kultur mit diesem Austausch in der Zeit eines von Russland aufgezwungenen und bis heute anhaltenden Krieges, ein Zeichen der Solidarität zu vermitteln. Nachdem die Papierbrücke 2015 im westukrainischen Lwiw/Lemberg ihr erstes gemeinsames Treffen veranstaltet hatte, suchte sie in den Folgejahren Städte der östlichen Ukraine auf: 2016 Dnipro, 2017 Charkiw und ein Kunstprojekt in Kyjiw, 2018 Mariupol, nahe an der Front. Das fünfte deutsch-ukrainische Schriftstellertreffen 2019 trat in München und Berlin auf. 2020 wurde die Begegnung wegen der Pandemie als „Paperbridge Circle“ im Livestream zwischen Iwano-Frankiwsk und Berlin in den virtuellen Raum verlegt.

In Mariupol, auf dem bisher letzten Treffen in wirklicher Anwesenheit von Teilnehmenden und Publikum, entstand 2018 der Film „Nachtzug nach Mariupol“ von Wanja Nolte. Er wird auf dem Book Arsenal Festival erstmals in der Ukraine gezeigt. Die Übersetzung der Untertitel ins Ukrainische übernahm Juri Durkot. Daniela Danz und Juri Andruchowytsch berichten über ihre Mariupol-Erfahrung und lesen aus ihren Texten. Verena Nolte spricht über die Chancen des deutsch-ukrainischen Kulturaustauschs.

DER FILM »Nachtzug nach Mariupol«

DAS TREFFEN VON MARIUPOL 2018

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www.vimeo.com/304623466/e6dd0421ab

 

Zur ukrainisch untertitelten Fassung hier

Live-Stream

Aus den Live-Streams der zwei Tage des „Paperbridge Circle 2020“ in Iwano-Frankiwsk und Berlin wurden zwei Videos geschnitten, die hier nun, auf Deutsch und auf Ukrainisch, jederzeit für alle abrufbar sind. Sie können hineinhören und -schauen in die Lesungen, Vorträge und Gespräche. Die vier Exkursionen, zwei in jeder Stadt, sind filmisch festgehalten und in die Videos der Live-Streams integriert. Schön war es, dass sich Menschen, wenn auch auf Abstand, begegnen konnten. Der literarische Zirkel und eine gleichermaßen kreative technisch-gestalterische Crew fanden in diesem Experiment auf jeder Seite des Kreises zusammen. Aber sehen Sie selbst:

Das Programm dazu finden Sie hier.

 

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EINE BRÜCKE AUS PAPIER steht für den Austausch mit Schriftsteller*innen und Künstler*innen in einem Land, von dem wir zu wenig wissen, das uns aber schnell vertraut werden kann. Das Projekt entstand, als die Ukraine 2013/14 den Euromaidan, ein kämpferisches Bekenntnis zu Europa und zur Unabhängigkeit durchlebte, dann 2014 in einen bis heute andauernden Krieg gezwungen wurde, von dem man hierzulande nur wenig spricht. Dank der Beziehungen zu ukrainischen Schriftsteller*innen und Übersetzer*innen entwickelte sich ein intensiver Literaturaustausch über Sprachgrenzen hinweg. In jährlichen Treffen erfand sich die „Brücke aus Papier“ immer wieder neu. Mehrheitlich suchte sie ostukrainische Städte auf –  eine von den Teilnehmenden selbst getroffene Wahl. Sie wünschten sich, mit Kultur den Alltag der Menschen, die in der Nähe des Krieges leben, zu durchbrechen und wollten erfahren, was sie bewegt.

 

2015 LWIW2016 DNIPRO \  2017 CHARKIW \ 2018 MARIUPOL2019 MÜNCHEN + BERLIN \ 2020 IWANO-FRANKIWSK + BERLIN

\

Plötzlich werde es eine
zweite Brücke geben,
nicht aus Eisen, nicht aus Stein,
nicht einmal aus Holz.
Nein aus Papier, jawohl:
aus Zigarettenpapier.

\

MANÈS SPERBER

FÖRDERER

auswaertigesamt

KOOPERATIONSPARTNER

generalkonsulat

goetheinstitut

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